Stefan Aust, Senderbesitzer
Das Bieterkonsortium um den Ex-”Spiegel”-Chef kauft ProSiebenSat.1 den lustigen Nachrichtensender N24 ab, kündigt Entlassungen und die Auferstehung der “Woche” an.
Das Bieterkonsortium um den Ex-”Spiegel”-Chef kauft ProSiebenSat.1 den lustigen Nachrichtensender N24 ab, kündigt Entlassungen und die Auferstehung der “Woche” an.
Axel Springer will erklärtermaßen expandieren, ein Kauf-Interesse am Nachrichtensender N24 bestehe aber nicht mehr. Die Vorstellungen von ProSiebenSat.1 hätten in Sondierungsgesprächen nicht überzeugt, so Döpfner bei der Bilanz-Pressekonferenz des Verlags. Stattdessen setzt Döpfner große Hoffnungen in Tablet-PCs, wie das kommende iPad, warnte aber gleichzeitig vor Monopol-Tendenzen bei Apple. Er begrüße es, wenn im Segment der neuen Geräte ein Wettbewerb auch um Konditionen entstehe.
Der Chef der Sendergruppe ProSiebenSat.1 verwundert die TV-Branche mit immer neuen Ankündigungen. Jetzt sagte er auf einer Diskussion in Berlin, er wolle das Budget für die Nachrichten-Sendungen auf ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins um zwei Drittel der gegenwärtigen Kosten drücken. Die Kanäle sollen auf Fotos statt bewegtes Bild setzen. Um den Kommerz-Sendern zu helfen, will Ministerpräsident Wulff zudem die mit Gebühren aufgebaute Infrastruktur von ARD und ZDF für das Privatfernsehen öffnen.
Ex-”Spiegel”-Chef Stefan Aust plant zusammen mit Partnern den Kauf von N24 – sie könnten den schwächelnden Nachrichtensender endgültig in einen Dokukanal umbauen.
N24 muss gerettet werden, fordern viele - auch, weil der Newskanal die Nachrichten für den Rest der Senderfamilie liefert. Doch die sind furchtbar mau: Boulevard statt Weltgeschehen.
Auch die RTL-Gruppe denkt darüber nach, wie sich Nachrichtenformate rechnen könnten.
Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 will an den Nachrichten sparen und überlegt deshalb, wie es mit N24 weitergehen soll.
Die ARD weitet ihr digitales Angebot beim Programm “EinsExtra aktuell” aus - eine gute Alternative zu dem meist mageren Nachrichten-Brei von n-tv und N24.
Mit dem Ausbau von EinsExtra wird auch ARD-Aktuell umgebaut.
ARD und ZDF arbeiten an der Ausweitung ihres News-Angebots. Ein digitales Testprogramm ist schon auf Sendung. Privatsender drohen nun mit Klage.