“Wir brauchen gerechte Spielregeln”
Jürgen Doetz will die von ihm vertretenen Privatsender vor der Übermacht von ARD und ZDF bewahren. Dafür baut er auf eine unwahrscheinliche Allianz mit den Verlegern. Ein Interview.
Jürgen Doetz will die von ihm vertretenen Privatsender vor der Übermacht von ARD und ZDF bewahren. Dafür baut er auf eine unwahrscheinliche Allianz mit den Verlegern. Ein Interview.
Zwischen FAZ und ARD ist ein Streit entbrannt über die Drei-Stufen-Tests für öffentlich-rechtliche Internetseiten.
Nicht alle Rundfunkräte winken Depublikation durch.
ARD und ZDF löschen massenhaft Inhalte von ihren Internetseiten - weil sie es müssen.
Die GEZ-Gebühren werden umgebaut: Ab 2013 wird der Beitrag pro Haushalt und nicht mehr pro Gerät erhoben. So fallen die lästigen Kontrollen weg. Doch vor einer grundsätzlichen Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schreckt die Politik zurück.
Gleichzeitig Sparprogramm gestartet - Gegen Zusammenlegung in Berlin.
Der Medien-Staatssekretär des Ministeriums, Hans-Joachim Otto (FDP), griff die rheinland-pfälzische Staatskanzlei scharf an, die die Federführung für die Medienpolitik der Länder hat. “Ich vermisse bei den Ländern, insbesondere bei der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, das Bemühen um eine neue Medienordnung”, sagte Otto bei einer Diskussion, an der sich auch der Chef der angegriffenen Staatskanzlei, Martin Stadelmaier (SPD), beteiligte. Der konterte mit den Worten: “Wir sind nicht auf einer grünen Wiese, auf der wir eine neue Welt entwerfen könnten.”
Auch die RTL-Gruppe denkt darüber nach, wie sich Nachrichtenformate rechnen könnten.
Die Grenzen zwischen TV- und Computerbildschirmen schwindeten. Diese technische Entwicklung müsse sich auch in der Kontrolle und der Regulierung widerspiegeln, die in einer einzigen Institution private Sender, ARD und ZDF sowie Telekommunikationsunternehmen überwachen soll.
Nach den jüngsten Skandalen seien viele in der Branche noch ziemlich verängstigt.