Einträge mit dem Schlagwort Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Sensationell schlecht

Eine Studie wirft dpa und ARD ein Versagen in der Berichterstattung über die Finanzkrise vor.

Mehr Gehalt für alle ddp-Mitarbeiter

Martin Vorderwülbecke hat zur Abwechslung positive Nachrichten für seine Leute im Gepäck: ddp-Redakteure erwarten Prämien und Gehaltserhöhungen. Außerdem will er in seiner Agentur-Allianz zehn neue Stellen besetzen, darunter Korrespondenten-Plätze. Mit dem neuen Gruppen-Chefredakteur Dreyer, der früher kommen darf als erwartet, will er “einen Nachrichtenanbieter von Weltniveau” formen. Der Druck auf die dpa erhöht sich - sie bekommt indes selbst Top-Leute wie Homburger und Zschunke eher als geplant.

ddp direct greift dpa-Tochter an

Die Privatinvestoren Martin Vorderwülbecke und Peter Löw wollen den Agentur-Marktführer dpa jetzt auch auf einem Nebenschauplatz unter Druck setzen: In dieser Woche startet ihr PR-Ableger ddp direct mit einem Relaunch. Der von Wolfgang Zehrt gesteuerte Dienstleister setzt auf moderne Formen von Presse-Mitteilungen und will mit einer individuellen Beratung der dpa-Tochter News Aktuell das Leben schwer machen. Letztlich sollen die Aktivitäten das Kerngeschäft mit harten News stützen.

Hauen und Schreiben

ddp und DAPD, dpa, AFP, sid: Die Schlacht auf dem Markt der Nachrichtenagenturen hat begonnen.

ddp strebt EU-Verfahren gegen AFP an

Die Frage, ob die Nachrichtenagentur AFP gegen geltendes EU-Recht vom französischen Staat alimentiert wird, könnte bald die Behörden beschäftigen. MEEDIA liegt der Entwurf eines Beschwerdeschreibens vor, das an die EU-Kommission adressiert ist. Darin beanstandet ddp, Frankreich unterstütze AFP „systematisch“ mit „großen Subventionen“, die lediglich als „Gebühr“ getarnt seien. Die deutschen AFP-Geschäftsführer reagieren mit Gelassenheit auf die neue Situation im Konkurrenzkampf der Agenturen.

Krach bei ddp und DAPD

Die Mitarbeiter des ehemaligen Dienstes von AP-Deutschland warnen ihren neuen Eigentümer Martin Vorderwülbecke. In einem Protestschreiben ist von „tiefem Misstrauen“ die Rede. Nach vier Wechseln zum Mitbewerber dpa hat gerade eine weitere feste Kraft gekündigt. Pauschalisten gehen. Die Chefredakteure Joachim Widmann (ddp) und Peter M. Gehrig (DAPD) kämpfen zudem um ihre Macht. In all dem Trubel geht aber unter: Vorderwülbecke hat mit der neuen Agenturallianz viel vor.

Viele dpa-Mitarbeiter wollen nicht nach Berlin

Der neue dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner bekommt unfreiwillig die Chance, neues Personal einzustellen. Mindestens etwa 60, vielleicht aber sogar bis zu 70 seiner Leute an den Standorten Hamburg und Frankfurt wollen nämlich nicht, was der erst im Januar angetretene Büchner mit ihnen vor hat: mit ihm in die geplante Zentralredaktion der dpa in die Axel-Springer-Passage ziehen. In der Hauptstadt soll im Juli die neue Zentralredaktion des führenden Nachrichten-Dienstleisters entstehen.

dpa baut “Netzwelt”-Ressort auf

Der neue dpa-Chef Wolfgang Büchner macht ernst: Für das geplante “Netzwelt”-Ressort, holt er mit Peter Zschunke den Auslandschef des Deutschen Auslands-Depeschendienstes (DAPD). Der 52-Jährige hatte beim ehemaligen AP-Ableger den Dienst “Computer & Cyberspace” gestartet und wird nun Chefkorrespondent. Außerdem übernimmt Christoph Dernbach neben der dpa-Infocom-Leitung auch das neue Web-Ressort. Sogar Konkurrenten gratulieren Büchner zu einem “äußerst geschickten Zug”.

dpa-Chef Büchner verspricht Modernisierung

Wechsel an der Spitze der dpa: Am Mittwochabend trat Wilm Herlyn ab und Wolfgang Büchner an. Der Neue kündigte multimediale Produkte an, mehr Service für seine Kunden und einen Umzug “auch in unseren Köpfen”. FAZ-Herausgeber Werner D’Inka forderte die von Verlagen getragene Agentur auf, sich “der Kehrseite der schönen neuen digitalen Welt” zu widersetzen, in der “journalistische Sicherungsmechanismen außer Kraft gesetzt werden”. Büchner gibt sich derweil kämpferisch.

Offene Notizbücher

Der neue Chefredakteur, Wolfgang Büchner, hat seine Hausaufgaben gemacht - Umzug nach Berlin, Personalabbau und mehr Transparenz inklusive. Jetzt folgt der Praxistest.