Einträge der Rubrik MEEDIA

“Notizblock”: dpa nennt jetzt ihre Quellen

Der Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur (dpa) setzt seine angekündigte Serviceoffensive in die Tat um. Künftig hängen die dpa-Mitarbeiter diverse Kontaktdaten an ihre Meldungen, damit ihre Abnehmer leichter weiter recherchieren können. Was sich banal anhört, ist völlig neu – und leitet einen Kulturwandel in der Branche ein, auf den sich nicht jeder freuen wird, denn: Erstmals können Redakteure von Zeitungen, Onlinediensten und Sendern ohne Umwege mit den Agenturschreibern kommunizieren.

Grüezi! dpa prüft Schweiz-Expansion

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) spielt mit dem Gedanken, in der Schweiz einen eigenen Dienst zu starten, wie sie MEEDIA bestätigte. Die Hamburger würden damit die Lücke füllen, die ihr Erzfeind, der Deutsche Depeschendienst (ddp), jüngst mit der Schließung eines eigenen Schweizer Angebots hinterließ. Wenn es zu einem dpa-Angebot für die Alpenrepublik kommt, würde sie gegen den Monopolisten SDA antreten. Das einst ruhige Geschäft der News-Lieferanten nimmt damit weiter an Fahrt auf.

Neue Fronten auf dem Agenturmarkt

Die bedrohliche neue Allianz aus ddp und DAPD macht es möglich: Nach nicht einmal einem halben Jahr bilden sich neue Fronten im Wettbewerb der Nachrichtenagenturen heraus. Wie MEEDIA erfuhr, löst die Deutsche Presse-Agentur (dpa) den Deutschen Depeschendienst (ddp) als Foto-Lieferanten der internationalen AFP-Dienste ab. Dieser Schritt könnte vor allem eines sein: Der Beginn einer neuen Zusammenarbeit, um im Ringen mit ddp/DAPD zu bestehen.

WePad macht Apple heftig Konkurrenz

Mit einer offenen Plattform, offenem Vertrieb und Schnittstellen aller Art gegen das iPad: Das WePad eines Berliner Unternehmens scheint eine Alternative zu Apples Tablet-PC zu sein. Jetzt wurde es vorgestellt - zum Laufen aber in der Öffentlichkeit noch nicht gebracht. MEEDIA erklärt die Details, die Chancen und Risiken der deutschen Entwicklung, die bald unter anderem mit den Verlagen Gruner + Jahr und Ringier als erste Medienpartner gegen das gehypte Produkt aus dem Silicon Valley antritt.

dpa ruft Bundeskartellamt an

Nächste Runde im Wettstreit der News-Lieferanten: Nachdem die Deutsche Nachrichten-Agentur (dpa) im Kampf gegen ihren Erzfeind ddp/DAPD das Berliner Landgericht angerufen hat, wendet sie sich nun auch an die Fusionswächter - diesmal weil die neue Allianz ihren Zusammenschluss dort nicht angemeldet hat. Gerät da etwa der bisher eher mit vornehmer Zurückhaltung glänzende Marktführer in Panik? Die ddp-Manager geben sie sich jedenfalls äußerst gelassen.

dpa zieht gegen ddp vor Gericht

Die Szene der News-Lieferanten kommt nicht zur Ruhe. Nachdem sich der Deutsche Depeschen-Dienst (ddp) wegen umstrittener Subventionen für AFP bei der EU-Kommission beschwerte, greift jetzt die Deutsche Presse-Angentur (dpa) zur juristischen Keule: Im Streit mit ihrem Erzfeind hat sie nun das Berliner Landgericht angerufen. Der Vorwurf: Die ddp-Eigentümer hätten den Marktführer auf einem Presse-Termin zu Unrecht und mit unlauteren Methoden angeschwärzt.

Die Bilanz der Ära Brender

Nach zehn Jahren als Chefredakteur verlässt Nikolaus Brender das ZDF. Er hat den Sender geprägt, im Guten wie im Schlechten. Die MEEDIA-Analyse seiner Ära zeigt: Für seinen Nachfolger Peter Frey bleibt viel zu tun. Während Brender Vorzeigbares schuf wie “Frontal21″ und eine ordentliche Haltung im Sport, hinterlässt er viel Boulevard und teils beschämende Sendeplätze - aber auch ein Selbstbewusstsein, an das Peter Frey erst mal heranreichen muss.

ddp-Chefredakteur verlässt Agentur

Neue Überraschung der Agentur-Allianz ddp/DAPD: Nach MEEDIA-Informationen geht ddp-Chefredakteur Joachim Widmann von Bord, der die Agentur seit fünf Jahren geleitet und mit Bravour aus der Krise manövriert hat. Ein heikler Zeitpunkt, denn in wenigen Tagen nimmt der neue Gruppen-Chef Cord Dreyer seinen Dienst auf, der eigentlich mit Widmann kooperieren sollte. Widmann übernimmt die Leitung der Mediengruppe Oberfranken.

“Der Sport-Tag” enttäuscht auf ganzer Linie

Schlechte Fotos, maue Texte, ein dürftiges Layout: Der Sport-Tag, die neue Tageszeitung über und rund um die Leibesübungen, startet äußerst dünn - und sucht mit fragwürdigen Textanzeigen weiteres Personal. Zum Start hat es das Blatt noch nicht einmal geschafft, ordentliche Anzeigen zu akquirieren und wirbt stattdessen vor allem für sich selbst. Kommt auf die Zeitungs-Branche ein weiterer, peinlicher Flopp zu? Die MEEDIA-Analyse zeigt: gut möglich.

Döpfner: kein Interesse mehr an N24

Axel Springer will erklärtermaßen expandieren, ein Kauf-Interesse am Nachrichtensender N24 bestehe aber nicht mehr. Die Vorstellungen von ProSiebenSat.1 hätten in Sondierungsgesprächen nicht überzeugt, so Döpfner bei der Bilanz-Pressekonferenz des Verlags. Stattdessen setzt Döpfner große Hoffnungen in Tablet-PCs, wie das kommende iPad, warnte aber gleichzeitig vor Monopol-Tendenzen bei Apple. Er begrüße es, wenn im Segment der neuen Geräte ein Wettbewerb auch um Konditionen entstehe.