DRadio Wissen setzt vor allem auf das Netz
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am 12. Januar 2010
Das dritte nationale Hörfunkprogramm des Deutschlandradios, der Digitalsender DRadio Wissen, setzt vor allem auf das Internet. “Fast alle unsere Angebote werden im Netz abrufbar sein”, sagte der Leiter des Senders, Dietmar Timm, dem epd in Köln. DRadio Wissen werde außerdem das Prinzip “online first” anwenden. Beiträge sind dabei bereits dann im Internet abrufbar, wenn sie noch gar nicht ausgestrahlt wurden. DRadio Wissen startet am 18. Januar.
DRadio Wissen will vor allem werktags mit eigenem Programm über das Weltgeschehen und Entwicklungen in der Wissenschaft informieren. Das Motto des Kanals ist “Hirn will Arbeit.” Das Programm wird ausschließlich digital zu empfangen sein - über Satellit, Internet und digitales Kabel.
Die Grundstruktur der Digitalwelle sieht an Werktagen eine Kernzeit von 6 bis 18 Uhr vor. Zu jeder Viertelstunde sollen Nachrichten gesendet werden. Anders als beim Deutschlandfunk würden die Nachrichten nicht von Sprechern sondern von den Redakteuren selbst vorgelesen.
Zwischen den Nachrichtenblöcken sind Schwerpunktsendungen zu Themen wie “Natur”, “Kultur”, “Medien” oder “Meine Zukunft” geplant, aber auch ein aktuelles politisches Magazin mit dem Namen “Agenda”. Zwischen 18.30 und 20 Uhr wollen die Radiomacher eine Redaktionskonferenz übertragen. An dieser offenen Sitzung können sich Hörer beteiligen.
Timm kündigte zudem eine Internetplattform mit Kommentarmöglichkeiten für die Nutzer an. Diese könne auch als “Korrektiv” dienen. Die Abrufe sowohl des Livestreams als auch der zum Download stehenden Beiträge würden genau ausgewertet. DRadio Wissen starte mit dem Anspruch, “so flexibel wie möglich zu sein”. Das Programm werde deshalb “schnell angepasst, falls das nötig sein sollte”.
Nach 20 Uhr will DRadio Wissen Sendungen anderer Programme ausstrahlen. Verabredet ist laut Timm etwa die Übernahme mehrerer Sendungen von Radio France und der Schweitzer SRG. Eine Vereinbarung mit der BBC stehe zudem “kurz vor dem Abschluss”. Partner des Programms seien aber auch andere Medien, darunter “Zeit Online” und das Technikmagazin “c’t”.
Timm sagte, DRadio Wissen sei mit einem Jahresbudget von rund sieben Millionen Euro auf Programmübernahmen angewiesen. 30 Prozent der gesamten Sendezeit sollen mit Eigenproduktionen bestritten werden. DRadio Wissen seien inklusive Redaktion, Technik und Verwaltung insgesamt 28 Stellen zugewiesen. Für die Produktion der
Beiträge würden bis zu 60 freie Autoren regelmäßig beauftragt.
@daniel_bouhs
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